Cambodia – Battambang

Die Busfahrt von Kep nach Battambang hatte mal wieder ihre Längen, aber das ist bei den kambodschanischen Straßenverhältnissen nun mal so. Morgens um 8:00 Uhr los, dann knapp zwei Stunden Mittagspause in Phnom Penh einschließlich Buswechsel und anschließend nochmals eine ca. sechs Stunden lange Busfahrt mit gefühlter „Mega-Dauerhupe“, so dass wir abends um 20:00 Uhr gut durchgeschüttelt und halbtaub in Battambang eintreffen. Wir hatten uns telefonisch in einem sehr günstigen Guesthouse angemeldet, das sogenannte „Doppelzimmer“ hatte allerdings ein Bett, das maximal 110-120 cm breit war. Für zwei Leute. Bei der Hitze ein entschiedenes NO GO! Der Dorm des Hause wäre noch okay gewesen, für 1,50 $ pro Schlafplatz mit Vorhängen dazwischen, ABER: Keine Möglichkeit, unser Gepäck in irgendeiner Weise zu sichern bzw. einzuschließen. Zum Glück hatte unser Tuktuk-Fahrer gewartet und zeigte uns noch weitere Unterkünfte und wir entscheiden uns für das Seng Hout Hotel. Es liegt sehr zentral und die nächsten Tage ’streunen‘ wir viel zu Fuß durch die Straßen, am Fluß entlang und über den Old Market, der direkt ums Eck liegen.

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Auszug aus Wikipedia:
Wirtschaftlich gilt die Provinz Battambang als „Reiskorb“ von Kambodscha. Aufgrund der fruchtbaren Böden erzielen die Bauern teilweise zwei Reisernten im Jahr. Das Einkommen in der Provinz Battambang liegt deshalb höher als in anderen Regionen Kambodschas. Reisüberschüsse werden innerhalb Kambodschas vermarktet und ins Ausland exportiert. Neben dem Reisanbau spielt der Obst- (Orangen) und Gemüseanbau für die Bauern eine große Rolle.

Illegale Abholzungen haben zu sichtbaren ökologischen Schäden in der Provinz geführt. Im Gegensatz zu Siem Reap/Angkorspielt der Tourismus in der Stadt Battambang noch keine große Rolle, doch üben die ruhige Provinzstadt-Atmosphäre mit französischer Kolonialarchitektur und eine tropische Bilderbuchlandschaft einen zunehmenden Reiz auf Besucher aus.

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Battambang ist eine schöne Stadt, kurz vor Silvester wird entlang des Flusses mächtig aufgebaut, für den „Countdown“. Überall dröhnt laute Musik, es wird geschmückt und gewerkelt … und wir sind froh, dass wir zu Silvester nicht mehr dort sein werden. Unsere drei Tage hier sind schön und unspektakulär. Im Hotel lernen wir Chris & Sanne aus Bonn kennen. Es ist schön, sich mal wieder auf deutsch auszutauschen, gemeinsam Essen zu gehen und die Fahrt mit dem „Bamboo-Train“ machen wir auch zusammen. Was für ein Spaß und schöner Nachmittag!

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Norry / Anmerkung: Bis heute gibt es keinen Zugverkehr in Cambodia, angeblich sollen vereinzelt mal Güterzüge fahren. Scheint bei dem Zustand der Gleise eher unwahrscheinlich, aber es gibt noch das alte Bahnhofgelände:

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Ein persönliches High-Light: Auf unserer Suche nach einem Tuktukfahrer, der englisch spricht und uns ein wenig die Stadt zeigen kann, treffen wir auf Bouthla! Was für ein Geschenk, wenn der Mann lacht leuchtet das Tuktuk!! Er nimmt sich Zeit, fährt mit uns durch die Gegend und erzählt aus seinem Leben. Er hat viele Jahre als privater Fahrer für ausländische Botschafter in Phnom Penh gearbeitet und spricht deshalb wirklich gut englisch.
Also, falls ihr mal in Battambang seid und einen guten Tuktukfahrer braucht: ruft Bouthla an! 🙂 Aber Achtung: Seine aktuelle Telefonnummer steht in seinem Tuktuk rechts auf der Sonnenblende…

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Durch Boutha lernen wir das „Green Mango“ kennen, eine Art Ausbildungsbetrieb für junge Kambodschaner in den Bereichen Hotel, Restaurant, Küche, Service und natürlich Englisch. Bouthlas Frau engagiert sich dort, wir lernen sie kennen, auch eine ‚Seele‘! 🙂 Von dieser Art Projekten haben wir mehrere in Battambang gesehen und nach unseren Erfahrungen in  der „Kratie English School“ ist es schön zu sehen, dass den jungen Menschen in Cambodia auch weiterführende Unterstützung angeboten wird.

Wir sind froh, diesen Zwischenstop in Battambang gemacht zu haben, doch dann freuen uns sehr darauf, den Jahreswechsel bei unseren Bekannten in der „Botanic Villa“ in Siem Reap zu verbringen.